
Bauen und Planen
Baurecht und Städtebau
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Erst im nächsten Schritt ist zu prüfen, welche baulichen, technischen oder organisatorischen Maßnahmen getroffen werden müssen, um ein noch hinreichendes Sicherheitsniveau zu erreichen. Bei der Suche nach der „richtigen“ Lösung ist es in aller Regel – auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte – nicht angemessen, die aktuellen brandschutzbezogenen Regeln in vollem Umfang auf die Bestandsgebäude zu übertragen. Vielmehr muss unter dem Fokus der brandschutzbezogenen – sich insbesondere aus § 15 Abs. 1 LBO ergebenden – Ziele und unter Berücksichtigung der vorgefundenen Gebäudestruktur, der verwendeten Baustoffe und des Feuerwiderstandes der Bauteile eine individuelle Lösung gefunden werden. Dies ist auch vor dem Hintergrund der damit verbundenen Verantwortung nur von kompetenten Akteuren und auf der Grundlage umfangreicher Erfahrungen leistbar. Dabei spielen nicht nur bauliche und anlagentechnische Maßnahmen des Brandschutzes eine Rolle, sondern ebenso können organisatorische Ansätze und Fragen der Nutzungsintensität eine Rolle spielen. Aus all diesen Faktoren können für den Einzelfall unterschiedliche tragfähige Konzepte entwickelt werden.
Das Seminar zeigt die rechtlichen Rahmenbedingungen auf und verdeutlicht die Problemstellungen und Lösungsansätze anhand zahlreicher Beispiele. Insoweit bietet dieser Tag die Möglichkeit, von umfangreichen Erfahrungen Anderer zu profitieren und damit mehr Sicherheit für die eigenen Entscheidungen zu gewinnen.
Wesentliche Themen sind:
— Systematik des Bauordnungsrechts und Bestandsschutz
— Themen im LBO-Regelungshorizont (Wohnen)
Brandschutz im Bestand
Dozent
Dipl.-Ingenieur Bernd Gammerl
Regierungsbaumeister, Referent im Referat Bauordnungsrecht, Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Baden-WürttembergInhalte
Zunehmend sehen sich die am Bau Beteiligten vor der Herausforderung, nachträglich Brandschutzanforderungen an bestehenden Gebäuden umzusetzen. Dabei gilt grundsätzlich baurechtlicher Bestandsschutz. Unter welchen Umständen kann dieser „durchbrochen“ werden? Dies kann nicht abstrakt-generell, sondern nur im Einzelfall geklärt werden.Erst im nächsten Schritt ist zu prüfen, welche baulichen, technischen oder organisatorischen Maßnahmen getroffen werden müssen, um ein noch hinreichendes Sicherheitsniveau zu erreichen. Bei der Suche nach der „richtigen“ Lösung ist es in aller Regel – auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte – nicht angemessen, die aktuellen brandschutzbezogenen Regeln in vollem Umfang auf die Bestandsgebäude zu übertragen. Vielmehr muss unter dem Fokus der brandschutzbezogenen – sich insbesondere aus § 15 Abs. 1 LBO ergebenden – Ziele und unter Berücksichtigung der vorgefundenen Gebäudestruktur, der verwendeten Baustoffe und des Feuerwiderstandes der Bauteile eine individuelle Lösung gefunden werden. Dies ist auch vor dem Hintergrund der damit verbundenen Verantwortung nur von kompetenten Akteuren und auf der Grundlage umfangreicher Erfahrungen leistbar. Dabei spielen nicht nur bauliche und anlagentechnische Maßnahmen des Brandschutzes eine Rolle, sondern ebenso können organisatorische Ansätze und Fragen der Nutzungsintensität eine Rolle spielen. Aus all diesen Faktoren können für den Einzelfall unterschiedliche tragfähige Konzepte entwickelt werden.
Das Seminar zeigt die rechtlichen Rahmenbedingungen auf und verdeutlicht die Problemstellungen und Lösungsansätze anhand zahlreicher Beispiele. Insoweit bietet dieser Tag die Möglichkeit, von umfangreichen Erfahrungen Anderer zu profitieren und damit mehr Sicherheit für die eigenen Entscheidungen zu gewinnen.
Wesentliche Themen sind:
— Systematik des Bauordnungsrechts und Bestandsschutz
— Themen im LBO-Regelungshorizont (Wohnen)
- Rettungswege
- Konstruktion
- Aufzug
- Betriebsvorschriften
- Garagen
- Rettungswege
- Rauchschutzbereiche
- Alarmierung und Evakuierung
- Veranstaltungen
- Fremdrettung
- Hochhäuser
- Brandschutzkonzepte
- Brandverhütungsschau
- Auflagen in der Baugenehmigung
Zielgruppe
Mitarbeiter/-innen der Baurechtsbehörden, Brandschutzdienststellen, Entwurfsverfasser/-innen, Brandschutzingenieur/-innen sowie andere mit dem Themenfeld befasste Fachleute (z. B. Fachunternehmer/-innen, Immobilienverwalter/-innen, Rechtsanwält/-innen)Hinweise
Dieses Seminar ist zur Zertifizierung bei der Architektenkammer Baden-Württemberg eingereicht.
Der Veranstalter des Seminars / Anbieter des Inhalts ist die Württembergische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie e.V.
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