Die Zielsetzungen und Handlungsspielräume von Privatvermietern oder renditeorientierten Wohnungsgesellschaften unterscheiden sich deutlich von denen kommunaler und genossenschaftlicher Eigentümer. Gemeinwohlorientierung, langfristige Bestandsstrategien und vergleichsweise günstige Mieten beeinflussen Investitionsentscheidungen und prägen die Bewirtschaftung der Wohnungsbestände. Diese Besonderheiten wirken sich auch auf die Immobilienbewertung aus. Gerade langfristig günstig vermietete Wohnungsbestände können in der Verkehrswertermittlung vergleichsweise niedrige Werte erreichen, obwohl ihr operativer Wert für den jeweiligen Eigentümer deutlich höher sein kann.
Das Seminar zeigt die daraus entstehenden Bewertungssituationen auf und ordnet zunächst die Marktstellung kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen sowie Unterschiede im Mietniveau ein. Nach einem Überblick über relevante Bewertungsverfahren wird anhand von Fallbeispielen die Bewertung von Einzelimmobilien und Portfolios betrachtet.
Das Seminar richtet sich an Immobiliensachverständige und Gutachter*innen, Immobilienbewerter*innen sowie Fach- und Führungskräfte kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen, die mit der Bewertung oder Beurteilung von Wohnungsbeständen und Immobilienportfolios befasst sind.
VWA Freiburg
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